Christine Deppert erobert die Herzen der Ungarn im Sturm

Nepomukfest in Mohács: Bensheimer Freundeskreis führt wichtige Gespräche mit Bürgermeister, Schuldirektorin und Krankenhaus-Chef

Christiane Deppert, die neue Bensheimer Stadtverordnetenvorsteherin, hat die Herzen der Ungarn im Sturm erobert. Bei ihrer ersten Reise in die Bensheimer Partnerstadt wurde sie herzlich empfangen und hat die Bensheimer Farben ganz im Stil ihrer Vorgängerin Carola Heimann, würdig vertreten. Die Mohácser Verwaltungsspitze mit Bürgermeister József Szekó, und den Vizebürgermeistern Erika Bodor-Kovácsne und Aaron Cerdi sowie Stadtdirektorin Dr. Mirella Kovacs jedenfalls zeigte sich begeistert wie unbeschwert, offen und interessiert die neue Chefin im Bensheimer Stadtparlament sich auf dem für sie noch unbekannten Terrain bewegte.

Christine Deppert war zusammen mit Ehren-Stadtrat Bernhard Wahlig in die Partnerstadt gereist, um zum einen am Nepomukfest, das jedes Jahr im Mai gefeiert wird, teilzunehmen, zum anderen vertrat sie die Bensheimer Farben bei den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Partnerstadt zwischen Mohács und der rumänischen Stadt Campia Turzi (Jerischmarkt/Siebenbürgen). Ebenso überwältigt war aber auch Deppert von der Herzlichkeit der Ungarn. Das zeigte sich auch und gerade bei ihrer Jungfernrede im Mohácser Rathaus, als sie nach wenigen Worten von ihrer vorbereiteten Rede Abstand nahm und in persönlichen Worten ihre Eindrücke in Mohács schilderte. Sowohl die Ungarn, als auch die Delegationen aus Rumänien, Frankreich, Polen, Kroatien, der Türkei und selbstredend aus Bensheim spendeten Christine Deppert mehrmals spontan Applaus. Die Mohácser freute es natürlich besonders, dass die erste Reise in die Bensheimer Partnerstädte zuerst zu ihnen führte. Und als Deppert in sehr warmherzigen Worten Aranyosgyéres, so der ungarische Name für die rumänische Partnerstadt CampiaTurzi zum 25-jährigen Jubiläum beglückwünschte, spendeten die Rumänen, an deren Spitze Gemeinderatsvorsitzende Cornelia Pantea und Bürgermeister Radu Ioan Hanga lang anhaltenden Applaus im Stehen.

Der Mohácser Bürgermeister József Szekó erinnerte an die vielen städtepartnerschaftlichen Kooperationen in Europa und betonte: „Ich bin stolz darauf, dass der Europäische Rat mit der Erteilung der Auszeichnung ‚Ehrenorden Goldener Stern‘ die aktive und umfassende Tätigkeit Mohács anerkannt hat“. Immerhin ist Mohács neben Bensheim mit sechs weiteren Städten verschwistert.

Am Tag zuvor, wurde das Nepomukfest zu Ehren des Schutzpatrons der Schiffer und Flößer, gegen Wassergefahren, und der Brücken gefeiert. Das Mittagessen wurde beim Stadtfest „Mohácser Nachbar“ direkt an der Donau eingenommen. Der dortige Freundeskreis Mohács-Bensheim servierte original ungarisch Pörkölt. Am Abend trafen sich nicht nur die Bensheimer Delegation, sondern auch Gäste aus den anderen Partnerstädten Mohács‘ zum gemeinsamen Abendessen im Szent János Hotel. Nach Einbruch der Dunkelheit fand das große Feuerwerk, gezündet auf der Donau, statt und konnte von der Freiterrasse des Hotels im vierten Stock bestaunt werden.

Am Rande der Feierlichkeiten nutzte der Vorsitzende des deutsch-ungarischen Freundeskreises Bensheim-Mohács, Franz Müller, die Möglichkeit und sprach mit Bürgermeister Szekó über gemeinsame Veranstaltungen im kommenden Jahr, wenn die Partnerschaft 30 Jahre besteht. Außerdem wurde mit der Gesamtdirektorin aller Mohácser Schulen, Zsuzsanna Käszne Lebó, vereinbart, dass Schulbänke, Tische und Stühle aus der Bensheimer Rodenstein-Schule nach Mohács gebracht werden. Und schließlich wurde intensiv mit dem ärztlichen Direktor des Mohácser Krankenhauses, Dr. Csaba Csizmadia, konferiert, der in diesem Jahr weitere 15 Apnoe-Geräte aus Bensheim entgegennehmen wird. Gespendet werden die CPAP-Geräte mit kontinuierlicher Überdruckbeatmung mittels Maske durch die Nase, von der Bergsträßer Apnoe-Gruppe um den Bensheimer Arno Zillig. Der Marketing-Direktor der Hersteller-Firma, Dr. med. Ulrich Brandeburg, wird wahrscheinlich noch in diesem Jahr in die Bensheimer Partnerstadt reisen, um die Grundlagen für ein Schlaf-Labor im Mohácser Krankenhaus zu schaffen.

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